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 Informationen zur gesundheitsamtlichen Heilpraktiker-Überprüfung

Heilpraktiker-Erlaubnis

Die Ausübung der Heilkunde ohne ärztliche Zulassung bedarf einer amtlichen Erlaubnis. Die formalen Voraussetzungen für eine Erlaubnis, als Heilpraktiker praktizieren zu dürfen, sind das Wenigste:
Wohnsitz in Deutschland, Gesundheitszeugnis (d.h. keine Krankheiten, die einer verantwortlichen Berufsausübung im Wege stehen, bspw. keine Suchterkrankung), Führungszeugnis (keine Vorstrafen), abgeschlossene Schulausbildung (Minimum Hauptschule), abgeschlossenes 25. Lebensjahr. Die eigentliche Schwelle ist die gesundheitsamtliche Heilpraktiker-Überprüfung i.d.R. ebenfalls erst ab dem 25. Lebensjahr abgenommen wird. Die Heilerlaubnis kann unter bestimmten Umständen auch entzogen werden.

Heilpraktiker-Überprüfung durch das Gesundheitsamt

Die strenge Auswahl ist, da kein bestimmter Ausbildungsweg vorgeschrieben ist, durchaus im Sinne des Berufes. Die Heilpraktiker-Überprüfung stellt eine medizinische Grundqualifikation sicher, mit Kenntnissen insbesondere zu Aufbau und Funktion der Organsysteme, Krankheitslehre, Laborwerten, Untersuchungsmethoden und Krankheitserkennung, Orientierung zu konventiell üblichen Behandlungen, Praxishygiene, Erstversorgung von Notfällen und rechtlichen Grundlagen. Die damit gesicherten Kenntnisse verhindern vor allem, dass Patienten durch Dilettanten Schaden erleiden und das öffentliche Bild des Berufs geschädigt wird. Jeglicher Verdachtsmoment einer gefährlichen Erkrankung verpflichtet den Heilpraktiker zu weiteren Untersuchungen und je nach Fall zur sofortigen Weiterleitung an einen Arzt oder eine Klinik. Aus diesem Grund muss ein Heilpraktiker jeden Hinweis auf möglicherweise gefährliche Vorgänge im Körper erkennen und zuordnen können. Außerdem liegt es in unserem Eigeninteresse, Patienten nicht nur naturheilkundlich, sondern gesamtmedizinisch kompetent beraten zu können.

   Ablauf der Prüfung

Die Heilpraktiker-Überprüfung wird in einen schriftlichen Teil mit Multiple-Choice-Verfahren und einen mündlichen Teil unterteilt. Nur wer den schriftlichen Teil besteht, wird zum mündlichen Teil zugelassen, den auch ein Heilpraktiker als sog. Beisitzer begleitet. Beim Nicht-Bestehen eines Teils der Prüfung muss die gesamte Prüfung wiederholt werden. Nach dem dritten Versuch kann das Gesundheitsamt den Antrag auf Heilerlaubnis und eine erneute Überprüfung ablehnen. Neben der inhaltlichen Vorbereitung ist auch eine gewisse psychologische Vorbereitung, bspw. durch wiederholte "Prüfungssimulationen" hilfreich.

In Karlsruhe werden Prüfungen zweimal jährlich, im Frühjahr und Herbst durchgeführt (Schriftliche: "3. Mittwoch im März und 2. Mittwoch im Oktober"). Laut einem Informationsblatt des Karlsruher Gesundheitsamt, Stand 2012, betragen die dortigen Gebühren: 119,- Euro für die schriftliche Überprüfung, nach Bestehen derselben werden 200,- für die mündliche Prüfung inkl. Beisitzerauslagen hinzugerechnet, danach je nachdem 175,- für eine Erlaubniserteilung oder 118,- für einen Ablehnungsbescheid. Die Antragrücknahme kostet 29,- , unentschuldigtes Fernbleiben 117,- bzw. 200,- Euro. Neu ist die Begrenzung auf 2x 100 Prüflinge jährlich. Daher empfehlen wir für Karlsruhe eine frühzeitige Anmeldung, auch wenn bestimmte Unterlagen ggf. noch nachgereicht werden müssen!

Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt regional unterschiedlich entweder beim Ordnungsamt oder direkt beim zuständigen Gesundheitsamt des Wohnortes (Hauptwohnsitz). Dort erfahren Sie auch die genauen Modalitäten inklusive der Kosten bzw. Gebühren der Heilpraktiker-Überprüfung und Anmeldefristen. Prüfungsort sind die Gesundheitsämter in Karlsruhe, Mainz, Heilbronn, Tübingen usw.


 

Cosima-Heilpraktikerschule
Lilliansipos@gmx.de